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Die Hände - Bass lernen Lektion 5

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Die Anschlagshand

Im folgenden gehen wir davon aus, dass Ihr zu der am meisten verbreiteten Sorte von Bassisten gehört, den Rechtshändern. Im umgekehrten Fall vertauschen wir in Gedanken links mit rechts...

Die Rechte Hand ist normalerweise also die Hand, mit der wir die Saiten unseres Instruments zum Schwingen bringen. Zwei grundlegende Anschlagsarten solltet Ihr Euch auf jeden Fall zu eigen machen. Mit ihnen könnt Ihr fast alles und fast jeden Sound spielen. Nein, die Slaptechnik kommt später!

Pizzicato – der Fingeranschlag

Pizzicato hat nichts mit dem Belegen von leckeren italienischen Teigspeisen zu tun, sondern mit dem „Zupfen“ der Saiten. In der Regel zupft man die Saiten abwechselnd mit Zeige- und Mittelfinger an. Ich nehme manchmal auch noch den Ringfinger dazu, aber dazu später. Viele machen es sich bequem (was nicht falsch ist) und stützen den Daumen auf dem Tonabnehmer oder der E-Saite ab. Dies ist die „klassische“ Anschlagsart und kommt von Kontrabass. Mit ein bisschen Übung könnt Ihr durch den Wechselschlag mit geringem Bewegungsaufwand sehr schnell spielen.

Die Plektrumtechnik

Das Plektrum ist Euch sicherlich bekannt: ein Plättchen zum Anschlagen der Saiten (erfunden für die Gitarre, auch beim Bass nicht unbeliebt). Es wird normalerweise zwischen Daumen und Zeigefinger der Anschlagshand gehalten. Hier gibt es die Varianten Abschlag (downstroke) und Aufschlag (upstroke) bzw. wie beim Fingeranschlag den Wechselschlag, hier aber abwechselnd Ab- und Aufschlag.

Beide Anschlagsarten haben ihren eigenen Sound und unterstützen verschiedene Spielstile. Je nachdem, an welcher Stelle der Saite (näher am Steg oder näher am Hals) und mit wie viel Kraft Ihr anschlagt, ergeben sich eine Menge Klangvarianten.

Die Greifhand - der Kontrabassfingersatz

Im Unterschied zur Gitarre (ein Finger pro Bund) nimmt man hier den Kleinen und den Ringfinger zusammen für einen Bund, bevor man sich „die Finger bricht“. Zwar ist es auf einem E-Bass erheblich leichter, den Kleinen Finger mit zu nutzen, aber beim Spielen eines bundlosen (fretless) oder 5-saitigen Basses ist es schon wieder ratsamer, den Kontrabassfingersatz zu nehmen.

Dies gilt zumindest bis zum zehnten Bund, danach könnt Ihr ruhig alle verfügbaren Finger über das Griffbrett flitzen lassen. Mit wenigen Ausnahmen werde ich diesen Fingersatz für alle Übungen anwenden. Ich selbst nutze trotz meiner vergleichsweise kleinen Hände recht oft den Gitarrenfingersatz.

Nachfolgend seht Ihr ein Tab (eine Grifftabelle), dass die 4 Saiten eines Basses darstellt. Versucht einmal an Hand der Zeichenerklärung den eben vorgestellten Fingersatz auf Eurem Bass zu greifen:

Der Kontrabass-Fingersatz

	  
G  ||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
D  ||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
A  ||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
E 0||-Z-|-M-|-R-|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
      1       3       5       7       9           12

Und daraus machen wir gleich mal die erste kleine Übung: versucht bitte, die 4 Töne E, F, Fis und G (Leersaite, 1. Bund, 2. und 3. Bund) ganz langsam und rhythmisch gleichmässig mit der linken Hand zu greifen und mit der rechten Hand zu zupfen.

tonsbeispiel

Das LAGENSPIEL beschreibt die Zuordnung von Finger zu Bund. Ihr habt eben die 1. Lage entdeckt: der Zeigefinger greift hier den 1. Bund, der Mittelfinger den 2. und der Ringfinger den 3. Bund.

In der 11. Lage beispielsweise gehört dann der Zeigefinger in den 11. Bund, der Mittelfinger in den 12. Bund usw.

Diese Einteilung des Griffbretts in Lagen kann Euch bei der Orientierung auf dem Griffbrett durchaus helfen.

Folgende Bücher können wir empfehlen.


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