Bass stimmen - Bass lernen Lektion 4
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Bevor es mit dem Lärmen losgeht, kommt noch ein ganz wichtiger Punkt. Denn die Grundlage eines guten Sounds und jeden Zusammenspiels ist natürlich ein korrekt gestimmter Bass. Das ist eigentlich nicht schwer, aber es gibt verschiedene Herangehensweisen, auf die ich hier eingehen möchte.
- die klassische Methode
- die Flageolett-Methode
- Stimmen mit dem Stimmgerät
Die ersten beiden Methoden fordern und fördern Euer Gehör, also tut Euch selbst den Gefallen und macht Euch damit vertraut, auch wenn ein Stimmgerät schön einfach ist. Glaubt mir: das Teil ist für den Übungsraum und die Bühne! Daheim tut ruhig etwas für Euer Gehör.
Bass stimmen nach der klassischen Methode
Die Frequenz 440 Hz ist der allgemein gebräuchliche Kammerton A. Diesen könnt Ihr mit Hilfe einer Stimmgabel, eines Klaviers/Keyboards oder unter http://www.kammerton.de/ hören.
Die leer gespielten Saiten Eures Basses sind in der korrekten Stimmung von oben gesehen: E, A, D und G. Somit sollte die leere A-Saite den gleichen Ton wie Euer Kammerton ergeben, nur TIEFER - klar, wir spielen Bass!
Nachdem wir also die 2. Saite durch Drehen an der Stimmmechanik auf A gestimmt haben, greifen wir auf dieser Saite den 5. Bund und erhalten dadurch ein D, nach dem wir die 3. Saite stimmen. Auch hier ergibt der 5. Bund den Ton für die nächste leer gespielte Saite: ein G.
Zum Stimmen der E-Saite erzeugen wir im 7. Bund der A-Saite ein E und stimmen danach die leere E-Saite.
Die D-Saite stimmen:
G ||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
D O||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---| stimmen
A ||---|---|---|---|-Z-|---|---|---|---|---|---|---| Referenzton D
E ||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
1 3 5 7 9 12
Die G-Saite stimmen:
G O||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---| stimmen
D ||---|---|---|---|-Z-|---|---|---|---|---|---|---| Referenzton G
A ||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
E ||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
1 3 5 7 9 12
Die E-Saite stimmen:
G ||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
D ||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
A ||---|---|---|---|---|---|-R-|---|---|---|---|---| Referenzton E
E O||---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---| stimmen
1 3 5 7 9 12
Wenn Ihr alle Saiten gestimmt habt, wiederholt den Vorgang noch einmal, bis wirklich alles genau stimmt! Je nach den Verhältnissen (neues oder lange nicht benutztes Instrument, neue Saiten, neu eingestellt, Temperaturschwankungen etc.) kann es sein, dass Hals oder Saiten während des Stimmens noch ein wenig "arbeiten" bzw. nachgeben.
Bass stimmen mit der Flageolett-Methode
Das ist gleich eine gute Übung: zur Erzeugen dieses "glockenähnlichen" Tons berührt Ihr die Saite ganz leicht über dem entsprechenden Bundstäbchen, schlagt an und nehmt den Finger gleichwieder herunter. Das klingt nicht überall gleich gut, auf jeden Fall aber im 7. und 12. Bund.
Als Referenz bemühen wir wieder unseren Kammerton A (440 Hz). Das Flageolett der A-Saite im 12. Bund (über dem 12. Bundstäbchen sollte dem Kammerton entsprechen. Natürlich immer noch tiefer als die Stimmgabel.
Für das Stimmen der D-Saite schlagen wir erst ein Flageolett im 5. Bund auf der A-Saite, gleich danach ein Flageolett auf der D-Saite im 7. Bund an und gleichen dann ganz langsam die D-Saite an. Unisono funktioniert es mit der G-Saite.
Für die E-Saite nehmen wir den 7. Bund der A-Saite und den 5. Bund der E-Saite.
Das Stimmgerät
Ganz einfach: Batterie im Stimmgerät? Gut. Bass und Stimmgerät mit einem Klinkenkabel verbinden, Stimmgerät einschalten. Wenn Ihr nun eine der Saiten anschlagt, zeigt Euch das moderne Stimmgerät den gespielten Ton an bzw. zeigt Euch mittels Pfeilen oder Leuchtdioden an, ob Ihr die Saite höher oder tiefer stimmen müsst.
Der grösste Vorteil: Ihr braucht Eure Bandkollegen nicht um Ruhe bitten, denn das Stimmgerät arbeitet mit dem Tonabnehmersignal.
Die OKTAVE?
Ein Begriff, der hier öfters mal vorkommt. Zum Verständnis kann ich Euch die Lektüre des entsprechenden Wikipedia-Artikels durchaus empfehlen. Kurz zusammengefasst solltet Ihr grundlegend 2 Dinge wissen:
Unser (das abendländischer oder auch europäische) Tonsystem ist in sogenannte Oktavräume eingeteilt, die immer 8 Grundtöne umfassen. Bei unserer Grundtonleiter, die mit C beginnt und mit B endet (C, D, E, F, G, A, B), ergibt das nachfolgende C die nächste Oktave.
Und: der Ton nach dem "A" heisst nur in Deutschland "H". Weil heute eh alles internationaler wird, habe ich mich schon vor längerem entschlossen, das "H" genau wie überall sonst auch "B" zu nennen.
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